gezeichnet

Musik = Klang
Tanz = Körper
Bild = Zeichen und Symbole

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine Verbindung unterschiedlichster Kommunikationsformen aus verschiedenen Bereichen und Epochen herzustellen. Ein Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit Schriftzeichen und Symbolen als Universalwissen, als Manifestation von Kultur...

Videoclip, aufgenommen am 14.11.2003 in der theatrale, Halle

Ausgehend von der reduzierten Rückenarbeit zu digital verfremdeten Bassklängen, ergänzt durch die Projektion von zu Symbolen verfremdeten Momentaufnahmen der Körperlandschaften, nimmt der Tanz im zweiten Teil den Raum ein, der geprägt wird durch Schriftzeichen, Symbole, Klänge, im Kontext zum Aufführungsort / -anlass.
Die Bewegung der Tänzerin löst die Klänge aus, manipuliert sie, durch die computergesteuerte Auswertung der Videobilder ihrer Bewegung in Relation zu den projizierten Zeichen - in Interaktion mit den unverstärkten / unverfremdeten Klängen des Kontrabasses.

Durch Videoeinspielungen zwischen Teil 1 und 2 wird direkt bezug auf den Aufführungsort genommen. Im Vorfeld der Performance gefilmte und bearbeitete Aufnahmen (z. B. alte und neue Architektur, Denkmäler, Reliefs...) lenken die Aufmerksamkeit auf die Zeichen, die in allem, was uns umgibt, verborgen sind und auf uns wirken.

Die Premiere von „gezeichnet“ fand am 26.10.2003 in der theatrale in Halle/Saale statt - mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kulturfonds Berlin.

„Das Wort oder die Sprache, geschrieben oder gesprochen, scheinen im Mechanismus meines Gedankenablaufes überhaupt keine Rolle zu spielen. Die psychischen Grundelemente des Denkens sind bestimmte Zeichen und mehr oder weniger klare Bilder, die “nach Wunsch“ reproduziert oder kombiniert werden können.“
Albert Einstein